Adventgemeinde Gießen
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
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Sa 4.3. Hope-Sabbat in Gießen mit P. Giurgi
Eine Veranstaltung in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Sei dabei und treffe unser Hope-Team in einer Ortsgemeinde. Vormittags zum Predigtgottesdienst zeitgleich in verschiedenen Städten. Nachmittags ab 15 Uhr mit unserem gesamten Team in Darmstadt, Gemeindezentrum Marienhöhe, Auf der Marienhöhe 57.
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So 12.3. CPA Gruppenstunde
Nähere Infos folgen.


Fr 17.3. - So 19.3. Bibel Basic Wochenende in Marburg
mit den Referenten Patrick Kötz und Bojan Godina in der Adventgemeinde Marburg, Schubertstr. 3. "Wie kann ich Menschen zu Christus führen? Bibelstunden geben ohne Theologiestudium".
Infos + Anmeldung


So 26.3. Begegnungstag für Frauen & Mädchen in DA
Multikulti-Begegnungstag für Frauen und Mädchen im Schulzentrum Marienhöhe, Auf der Marienhöhe 32, 64297 Darmstadt, von 10:00 Uhr bis ca. 16:30 Uhr.
Infos + Anmeldung


Do 25.5. - So 28.5. Pragfahrt
am Himmerfahrtswochenende 2017. Besichtigungen, Gemeinschaft, Gottesdienst in Prager Gemeinde, Selbstanreise, günstige Übernachtung. Obwohl der offizielle Anmeldeschluss abgelaufen ist, nehmen wir noch Anmeldungen entgegen! Allerdings können wir diese erst bestätigen, nachdem wir die Verfügbarkeit des Hotelzimmers abgeklärt haben.
Infos + Anmeldung


So 2.7. - So 16.7. CPA MRV Sommerfreizeit MAST.17
Gemeinsames Pfadfinderzeltlager der Jungpfadfinder, Pfadfinder und Scouts aus Mittelrhein! - Ein tolles Sommerlager erwartet dich mittem im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte. Auf unserem Zeltplatz oder unterwegs auf Land, Fluss und See erlebst du Abenteuer bei Ausflügen und Geländespielen. Genieße die Gemeinschaft am Lagerfeuer, beim gemeinsamen Singen und werde Teil einer spannenden Geschichte über Freundschaft, Gottes Liebe und Errettung.
Zielgruppe: Pfadfinder von 8 bis 18 Jahren. Leitung:
Christian Kallis, Patrick Streit, Juliane Schmidt, Dominik Gelke und Team
Infos + Anmeldung


Mo 17.7. - Fr 21.7. Kinderbibelwoche
Ein Ferienspiel-Angebot der Adventgemeinde Gießen. Langeweile in den Sommerferien? Komm zur Kinderbibelwoche in der 3. Ferienwoche für Kinder im Alter von 7-12 Jahren! Eine Woche singen, spielen, Ausflüge machen.
Infos und Anmeldung


Weitere Angebote

Sa 10:00 Uhr

Gottesdienst

Sa 10:00 Uhr

Hausgottesdienst in Weipoltshausen jeden 1. Samstag im Monat (Fam Schmidl)

Sa 20:00 Uhr

Sport in der Sporthalle der Grundschule Wettenberg (B. Bremkamp)

So 16:00 Uhr

Kinderchor in der Gemeinde (E. Peters)

Mo 18:30 Uhr

Chorstunde in der Gemeinde (A. Schmidl)

Aus Kirche und Welt
(Quelle: Adventistischer Pressedienst www.apd.info)

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http://www.apd.info

Adventistischer Pressedienst>

Sun, 26 Feb 2017 11:56:19 +0000

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https://wordpress.org/?v=4.7.2

▶ Argentinien: Adventistische Kirchenleiter zurückgetreten

http://www.apd.info/2017/02/26/argentinien-adventistische-kirchenleiter-zurueckgetreten/

Sun, 26 Feb 2017 11:56:19 +0000

http://www.apd.info/?p=8041

Sandy, Oregon und Roseville, Kalifornien/USA, 26.02.2017/APD Laut Adventist Today und SPECTRUM, zwei unabhängigen adventistischen Zeitschriften in den USA, sind der Präsident, der Finanzvorstand sowie der Rechtsvertreter der adventistischen Kirchenleitung in Argentinien sowie der Präsident der River Plate Adventist University und deren stellvertretender Direktor für Weiterentwicklung zurückgetreten. Die argentinischen Behörden würden ihnen vorwerfen, dass sie falsch deklarierte, hochwertige Elektronikgeräte einführen wollten, die als gebrauchte, gespendete Gegenstände für die River Plate Adventist University gekennzeichnet gewesen seien.

Infobae, ein Online-Newsservice in Argentinien, sowie die Zeitung La Nacion hätten am 17. Februar Berichte über Anschuldigungen gegen adventistische Kirchenleiter veröffentlicht. Es werde berichtet, dass Zollbeamte im Juli 2016 Container von gespendeten Gegenständen öffneten, der für die River Plate Adventist University bestimmt waren. Darin hätten sie hochwertige Elektronikgeräte gefunden, die falsch deklariert gewesen seien, um die Einfuhrzölle zu umgehen.

Am 17. Februar habe Pastor Carlos Gill Krug, Kirchenleiter der Adventisten in Argentinien (Verband/Union) ein Video auf Facebook und YouTube veröffentlicht, in dem er die Sachlage schilderte. Er sagte, dass die Kirche die von einem Richter eingereichten Anklagen bestreiten würde, weil sie Auslassungen, Übertreibungen und ungenaue Informationen enthielten. Gill Krug erklärte auch, dass Pastor Jorge de Sousa Matias, Vizepräsident für Weiterentwicklung an der River Plate Adventist University und Universitätsdirektor Dr. Oscar Ramos bereits zurückgetreten seien. Er informierte, dass sowohl die argentinische Kirchenleitung als auch die teilkontinentale Kirchenleitung der Adventisten in Südamerika (Südamerikanische Division) Ausschüsse bestellt hätten, um die Situation zu untersuchen. Das Video sei nach einem Tag wieder entfernt worden.

Erklärung der adventistischen Kirchenleitung
Am 22. Februar habe die adventistische Kirchenleitung in Argentinien laut Adventist Today und SPECTRUM eine Erklärung veröffentlicht. In der Erklärung schreibe die argentinische Kirchenleitung, dass sie diese Situation zutiefst bedaure. Die Kirche halte ethische und moralische Werte auf Grundlage der Bibel hoch, zu denen auch die Einhaltung von Gesetzen eines Landes gehöre. Sie bekräftige ihre Zusammenarbeit mit den Behörden.

Kirchenpräsident Carlos Gill Krug, Finanzvorstand Carlos Giménez Graf sowie der Rechtsvertreter der adventistischen Kirchenleitung in Argentinien, Roberto Giaccarini, seien ebenfalls zurückgetreten. Der Exekutivausschuss der überregionalen argentinischen Kirchenleitung habe einen neuen Präsidenten und Finanzvorstand gewählt: Dr. Darío Caviglione, bisher Präsident der regionalen Kirchenleitung in Zentral-Argentinien wurde zum neuen Präsidenten der Adventisten in Argentinien gewählt und Raúl Kahl, bisher Finanzvorstand der regionalen Kirchenleitung im Süden von Argentinien, wurde zum neuen Finanzvorstand ernannt.

Adventisten in Argentinien
In Argentinien (mit geschätzt rund 44 Millionen Einwohnern) leben mehr als 150.000 Adventisten. Es gibt mehr als tausend Kirchgemeinden, sowie eine Universität, die 400 Kilometer nördlich von Buenos Aires liegt, ein College, 15 Sekundarschulen, drei Krankenhäuser und sechs Radiosender.

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▶ Adventistische Institutionen beim Kongress christlicher Führungskräfte

http://www.apd.info/2017/02/24/adventistische-institutionen-beim-kongress-christlicher-fuehrungskraefte/

Fri, 24 Feb 2017 07:07:57 +0000

http://www.apd.info/?p=8038

Nürnberg, 24.02.2017/APD Der zehnte Kongress christlicher Führungskräfte findet dieses Jahr vom 23. bis 25. Februar in Nürnberg statt. Unter den rund 200 Ausstellern sind auch die adventistischen Institutionen Deutscher Verein für Gesundheitspflege e.V., die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e.V. und das Medienzentrum Stimme der Hoffnung vertreten.

Deutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG)
Auf der interaktiven Gesundheitsmesse Health Expo des DVG können die Besucher des Kongresses verschiedene Gesundheitstests absolvieren, eine Gesundheitsberatung in Anspruch nehmen und sich bei einer Massage entspannen. Die Health Expo steht unter dem Motto Gesundheit ganzheitlich. Dabei geht es unter anderem um Aspekte wie ausgewogene Ernährung, Bewegung, Gottvertrauen und Vergebung. Weitere Informationen: www.dvg-online.de

ADRA Deutschland
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e. V. hat im Jahr 2015 nach eigenen Angaben über 2,5 Millionen Menschen In 45 Ländern direkt oder indirekt unterstützt. Zum Tätigkeitsfeld von ADRA Deutschland gehören neben humanitärer Hilfe im Katastrophenfall auch Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Bildung, Einkommen, Katastrophenvorsorge, Völkerverständigung, Wasser und Sanitärtechnik sowie Umweltschutz. Weitere Informationen: www.adra.de

Stimme der Hoffnung
Das Medienzentrum Stimme der Hoffnung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten informierte mit einem Stand über sein aktuelles Fernseh- und Radioangebot Hope Channel, das per Satellit und Internet zu empfangen ist. Seit 2009 sendet der Hope Channel Deutsch ein 24-stündiges Fernsehprogramm. Er bietet mit Sendungen über persönlichen Glauben, ganzheitliche Gesundheit, Bibelwissen und Lebenshilfe ein breites Spektrum. Als erster christlicher Radioanbieter in deutscher Sprache nahm das Hope Channel Radio unter dem Namen Stimme der Hoffnung bereits 1948 seine Arbeit auf. Weitere Informationen: www.hope-channel.de

Kongress christlicher Führungskräfte
Bis Kongressende werden rund 3.000 Teilnehmende aus 20 Ländern erwartet. Veranstalter ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Kooperation mit der Firma tempus Akademie & Consulting (Giengen bei Ulm) sowie einer breiten Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen. Nach Veranstalterangaben gilt der Kongress als größter zum Thema Wirtschaft und Werte im deutschsprachigen Europa. Ziel sei es, Christen in Führungspositionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. Weitere Informationen: www.kcf17.de

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▶ Die Bibel ist etwas ungeheuer Kostbares

http://www.apd.info/2017/02/23/die-bibel-ist-etwas-ungeheuer-kostbares/

Thu, 23 Feb 2017 15:50:27 +0000

http://www.apd.info/?p=8035

EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm präsentiert seine Schmuckschuber-Edition der Lutherbibel 2017

Nürnberg, 23.02.2017/DBG/APD Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, hat im Rahmen des Kongresses christlicher Führungskräfte in Nürnberg seine Schmuckschuber-Edition der Lutherbibel 2017 präsentiert. In der Reihe der Schmuckschuber erscheinen zeitlich limitierte, von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gestaltete Sammler-Editionen.

Die Bibel ist etwas ungeheuer Kostbares, so Professor Dr. Bedford-Strohm bei der Präsentation. Dies werde nun durch den kostbar anmutenden Schmuckschuber unterstrichen. Zur Gestaltung diente eine Bildskulptur des Coburger Künstlers Gerd Kanz.

Als Bibelvers für den Schuber wählte Bedford-Strohm sein Bischofsmotto aus dem zweiten Korintherbrief, Kapitel 3, Vers 17: Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Dieser Vers hat mich einen Großteil meines Lebens begleitet, bemerkte der Landesbischof.

Lutherbibel 2017
Eingeführt wurde die revidierte Lutherbibel gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bibelgesellschaft. Zehn Jahre dauerte die inhaltliche Bearbeitung von der ersten Anfrage über die Arbeit einer EKD-Kommission bis zur Drucklegung. Die Lutherbibel 2017 erscheint zum 500. Reformationsjubiläum, das seit dem 31. Oktober 2016 gefeiert wird.

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▶ Effektive Leitung ist die Frucht der Rechtfertigung

http://www.apd.info/2017/02/23/effektive-leitung-ist-die-frucht-der-rechtfertigung/

Thu, 23 Feb 2017 14:41:46 +0000

http://www.apd.info/?p=8033

Indischer Sozialreformer spricht über die Bedeutung der Bibel und der Reformation

Nürnberg, 23.02.2017/APD Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des zehnten Kongresses christlicher Führungskräfte in Nürnberg hat der indische Philosoph und Sozialreformer Vishal Mangalwadi die Bedeutung der Bibel und der Reformation für Bildung, Nationalstaatlichkeit und Demokratieverständnis in der Moderne betont. Mangalwadi rief dazu auf, das Wort Gottes nicht abzulehnen, sondern zu befolgen.

Effektive Leitung, die die Welt verändert und verwandelt, diese Führung ist die Frucht der Rechtfertigung, so Professor Dr. Vishal Mangalwadi. In seiner Ansprache zeichnete er die Bedeutung der Rechtfertigung durch Glauben allein aus der Gnade Gottes anhand biblischer Personen wie Mose, Abraham und Paulus nach. Dieses Konzept habe durch Luther und die Reformation positiv verändernde Kraft in Bereichen wie Bildung, Nationalstaatlichkeit und Demokratieverständnis im internationalen Rahmen bis in die moderne Zeit hinein entfaltet.

Kongress christlicher Führungskräfte
Zum zehnten Kongress christlicher Führungskräfte, der dieses Jahr vom 23. bis 25. Februar in Nürnberg stattfindet, werden bis zu 3.000 Teilnehmer erwartet. Veranstalter ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Kooperation mit der Firma tempus Akademie & Consulting (Giengen bei Ulm) sowie einer breiten Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen. Nach Veranstalterangaben gilt der Kongress als größter zum Thema Wirtschaft und Werte im deutschsprachigen Europa. Ziel sei es, Christen in Führungspositionen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. Weitere Informationen: www.kcf17.de

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▶ Adventistisches Aktionsbündnis Gemeinsam für Flüchtlinge zieht Bilanz

http://www.apd.info/2017/02/22/adventistisches-aktionsbuendnis-gemeinsam-fuer-fluechtlinge-zieht-bilanz/

Wed, 22 Feb 2017 16:59:35 +0000

http://www.apd.info/?p=8030

Weiterstadt bei Darmstadt, 22.02.2017/APD Das 2015 gegründete Aktionsbündnis Gemeinsam für Flüchtlinge der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, des Advent-Wohlfahrtswerks (AWW), der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland und der Theologische Hochschule Friedensau hat im Februar Zwischenbilanz seiner Arbeit gezogen. Bis Ende Januar 2017 sind bundesweit 42 Projekte für Geflüchtete mit einem Gesamtumfang von 145.309 Euro finanziell gefördert worden.

Die inhaltliche Ausrichtung der Mehrzahl dieser Projekte liege im Angebot von Sprachkursen, Lotsendiensten sowie Begegnungstreffen und würden von Flüchtlingen gerne wahrgenommen, berichtete Pastor Michael Götz, Bundesbeauftragter für Flüchtlingshilfe des AWW. Die Fördermittel kämen überwiegend aus Spendeneinnahmen des Aktionsbündnisses Deutschland Hilft und würden über ADRA-Deutschland an die Projektgruppen ausgereicht. Inzwischen seien etwa 80 Initiativen entstanden, in denen sich Adventisten in eigenen Projekten oder in lokalen Netzwerken für geflüchtete Menschen und deren Integration in die Gesellschaft einsetzten, so Götz.

Einsatz und Vorbehalte
Neben dem beachtlichen ehrenamtlichen Engagement beobachte das Aktionsbündnis Gemeinsam für Flüchtlinge auch innerhalb von adventistischen Kirchengemeinden Tendenzen, die von Skepsis gegenüber Fremden geprägt seien und von der Sorge, dass durch die Zuwanderung die eigene Kultur und die eigenen religiösen Überzeugungen bedroht seien, teilte Götz mit. Aufgrund dieser Wahrnehmung habe das Aktionsbündnis der Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland empfohlen, den Kirchengemeinden eine Orientierungshilfe zur theologischen Vergewisserung und ethischen Orientierung angesichts von Flucht und Migration zur Verfügung zu stellen und Angebote zur gesellschaftspolitischen Bildung zu unterbreiten. Weitere Informationen: www.gemeinsamfürflüchtlinge.de

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▶ Slowenien: ADRA unterstützt Flüchtlinge in Griechenland

http://www.apd.info/2017/02/19/slowenien-adra-unterstuetzt-fluechtlinge-in-griechenland/

Sun, 19 Feb 2017 11:06:59 +0000

http://www.apd.info/?p=8027

St. Albans/England, 19.02.2017/tedNEWS/APD Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Slowenien startete aufgrund des kalten Winters das Hilfsprogramm Lets warm them! (Lasst uns sie wärmen!) für die Flüchtlingsarbeit in Griechenland. In drei Wochen wurden dafür mehr als 20.000 Euro gesammelt. Wie die Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Südosteuropa (tedNEWS) mitteilte, würden noch weitere Spenden eingehen.

Die außergewöhnlich kalten Temperaturen in Europa hätten viele Opfer gefordert, so tedNEWS. Aufgrund dessen sammelte die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Slowenien für Flüchtlinge in Griechenland Kleidung, Schuhe und Beheizung. Dieses Projekt wurde von mehreren prominenten Persönlichkeiten unterstützt, darunter der ehemalige slowenische Staatspräsident Danilo Türk, das Europaparlamentsmitglied Ivo Vajgl und Nikolas Protonotarios, griechischer Botschafter in Slowenien.

Das Projekt Lets warm them! ist eine wertvolle humanitäre Initiative, so Danilo Türk. Darüber hinaus erinnert es uns auch daran, dass wir als Bürger der Europäischen Union eine Chance haben, etwas Gutes für die Armen am anderen Ende unserer gemeinsamen europäischen Heimat zu tun. Nach Europaparlamentsmitglied Vajgl sei es wichtig, die Ursachen und nicht nur die Konsequenzen dieser humanitären Krise zu bekämpfen. Er begrüßte die slowenische Initiative, weil diese die Solidarität stärke, einen Grundwert der Europäischen Union.

Situation vor Ort
Das Wetter sei nach Angaben von tedNEWS weiter sehr kalt und die Infrastruktur belastet, mit Ausfällen der Wasser- und Stromversorgung. Einige Flüchtlingslager seien in der letzten Zeit auf internationalen Druck hin bereits vorübergehend evakuiert worden, doch viele Flüchtlinge seien noch in Lagern. Zwei Freiwillige von ADRA Slowenien arbeiten als Teil eines Nothilfeteams bereits in Griechenland, welches von der griechischen Regierung unterstützt wird. Sie hätten bereits warme Kleidung im Flüchtlingslager in Nea Kevala Polykastro verteilt und einem anderen Lager warme Schuhe. Weitere Informationen unter: www.adra.si
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▶ Den Islam anerkennen?

http://www.apd.info/2017/02/17/den-islam-anerkennen/

Fri, 17 Feb 2017 14:36:56 +0000

http://www.apd.info/?p=8024

Jahresempfang der EZW in Berlin

Berlin, 17.02.2017/APD Der Jahresempfang der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) stand am 16. Februar unter dem Motto Den Islam anerkennen?. Im Rahmen des Empfangs diskutierten Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, und Bekir Altaş, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş, kontrovers über den Status islamischer Interessensverbände in Deutschland.

Islamverbände keine Religionsgemeinschaften
Özdemir sprach in seinem Statement bezüglich muslimischer Interessensverbände in Deutschland von einer Menge Chancen aber auch von einigen Problemen: Ich erwarte, dass sie sich zu inländischen Organisationen und zu Vertretungen von hier lebenden Muslimen verwandeln. Bereits 2015 hatten Cem Özdemir und Volker Beck (ebenfalls Bündnis 90/Die Grünen) ein religionspolitisches Positionspapier vorgelegt. Darin wird ausgeführt, dass die vier großen muslimischen Interessensverbände (DITIB, Islamrat, Verband der islamischen Kulturzentren und Zentralrat der Muslime in Deutschland) bislang in ihrer Zusammensetzung national, politisch oder sprachlich, nicht aber bekenntnisförmig geprägt seien. Wir sehen sie daher als religiöse Vereine und nicht als Religionsgemeinschaften, so das Papier.

Von den vielen in Deutschland existierenden islamischen Verbänden und Vereinen ist nach Angaben von Wikipedia bisher einzig die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt und den christlichen Kirchen in dieser Hinsicht gleichgestellt.

Für die Gewährung des Körperschaftsstatus und den damit verbundenen Privilegien (wie beispielsweise die Erteilung von konfessionellem Religionsunterricht) seien bestimmte grundgesetzliche Voraussetzungen zu erfüllen, so Özdemir. Davon nehmen wir nicht Abstand, betonte der Bundesvorsitzende der Grünen. Dieser Prozess läuft nicht im Schlafwagen. Özdemir wünsche sich von den Interessensverbänden, dass sie nicht nur Teil der Gesellschaft seien, sondern sich auch einbrächten: zum Beispiel in aktuelle Debatten oder wenn es darum geht, die Schöpfung zu bewahren.

Religion als Kerngeschäft
Bekir Altaş wies demgegenüber darauf hin, dass es in der Bundesrepublik Deutschland keine staatliche Anerkennung im Sinne eines Ritterschlags für Religionsgemeinschaften gebe. Über den Status islamischer Religionsgemeinschaften werde bereits seit Jahrzehnten rechtlich diskutiert. Die Angehörigen einer Konfession seien dem Staat gegenüber nicht rechenschaftspflichtig, wenn und warum sie sich im Bekenntnis unterscheiden oder nicht.

Religionsgemeinschaften sei eine politische oder wirtschaftliche Aktivität nicht verwehrt. Dennoch sei die umfassende Pflege des religiösen Bekenntnisses Kerngeschäft der Islamverbände. Auch müsse Religion nicht von jeglichem ausländischen Einfluss frei sein.

Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen
Die EZW mit Sitz in Berlin gehört zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie fördert nach Angaben ihres Leiters, Dr. Reinhard Hempelmann, eine Kultur der respektvollen Begegnung und informiert über Tendenzen der religiös-weltanschaulichen Landschaft.

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▶ Moskau und Rom wollen gemeinsam mehr für verfolgte Christen tun

http://www.apd.info/2017/02/15/moskau-und-rom-wollen-gemeinsam-mehr-fuer-verfolgte-christen-tun/

Wed, 15 Feb 2017 16:13:57 +0000

http://www.apd.info/?p=8021

Bern und Freiburg/Schweiz, 15.02.2017/poi/CBS KULTUR INFO/APD Der Heilige Stuhl und das Moskauer Patriarchat wollen ihre Zusammenarbeit im Hinblick auf die Situation der verfolgten Christen im Nahen Osten und anderen Weltregionen verstärken. Dies ist ein Ergebnis der Veranstaltung Der Dialog geht weiter, die am 12. Februar auf Einladung der katholischen Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und des Instituts für Ökumenische Studien in Freiburg/Schweiz, eines der Kompetenzzentren der Theologischen Fakultät der dortigen Universität, zum ersten Jahrestag des aufsehenerregenden Treffens zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill I. stattgefunden hat.

Die Hauptreferate wurden von Kardinal Kurt Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, und Metropolit Hilarion (Alfejew), dem Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats, gehalten. Der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Charles Morerod, und der orthodoxe Metropolit für die Schweiz, Jeremie (Kaligiorgis), begrüßten die Teilnehmenden. Der gemeinsame Einsatz für die verfolgten Christen ist das wichtigste, was wir jetzt gemeinsam tun können, betonte Metropolit Hilarion.

Der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchates stellte in seinem Referat fest, das Treffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill am 12. Februar 2016 auf dem Flughafen von Havanna sei sofort zu Recht als historisch bezeichnet worden. Denn dieses Treffen habe auch gezeigt, welches Maß an Vertrauen und gegenseitigem Verständnis zwischen den beiden Kirchen bereits erzielt worden sei. Die gemeinsame Erklärung von Papst und Patriarch habe ehrlich von den Problemen gesprochen, die es in den Beziehungen zwischen den Kirchen nach wie vor gebe. Mit Bedauern werde in der Erklärung auch festgestellt, dass Katholiken und Orthodoxe seit nahezu tausend Jahren nicht mehr in der Gemeinschaft der Eucharistie vereint seien. Diese Trennung sei in erster Linie und vor allem die Konsequenz der menschlichen Schwäche und der Sünde, die gegen den Willen des Erlösers im Hinblick auf die Einheit seiner Jünger gerichtet sei. Daher hätten Papst und Patriarch ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass das Treffen von Havanna zur Wiederherstellung der von Gott gewollten Einheit beitragen möge, so Metropolit Hilarion. Es sei kein Zufall, dass Franziskus und Kyrill die Leiden der Christen im Nahen Osten als Martyrium bezeichnet hätten, unterstrich der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats. Denn durch ihr gemeinsames Leiden seien die Märtyrer ein Unterpfand der Einheit der Christen.

Revival des Christentums in Osteuropa und Russland
Als wichtig bewertete Metropolit Hilarion die Tatsache, dass die gemeinsame Erklärung auf das Revival des Christentums in Russland und anderen osteuropäischen Ländern Bezug nehme. Es werde des 100. Jahrestags der Oktober-Revolution gedacht, die den Weg für die Verfolgung der orthodoxen Kirche und der anderen christlichen Konfessionen eröffnet habe. Das Martyrium der Glaubenszeugen habe nicht nur das Wiederaufleben des kirchlichen Lebens begründet, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Orthodoxen und Katholiken.

Fortschritte im Dialog zwischen orthodoxer und römisch-katholischer Kirche
Der Bereich dieser Zusammenarbeit sei in Russland in den letzten 25 Jahren ausgeweitet worden und betreffe heute verschiedene Aspekte des öffentlichen Lebens. Der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats nahm in diesem Zusammenhang auf den Fortschritt des multilateralen theologischen Dialogs zwischen orthodoxer und römisch-katholischer Kirche Bezug und würdigte das bei der 14. Vollversammlung der Kommission für den katholisch-orthodoxen Dialog in Chieti verabschiedete Dokument Synodalität und Primat im ersten Jahrtausend: Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verständnis im Dienst der Einheit der Kirche. Er hoffe, so Metropolit Hilarion, dass in nächster Zukunft auch das Zentralthema der Trennung Synodalität und Primat in den Kirchen des Ostens und des Westens im zweiten Jahrtausend angegangen werden könne.

Der machtvolle Aufruf des Papstes und des Patriarchen in Havanna, die Gefahr des Extremismus gemeinsam zu bekämpfen, habe dann zu den russisch-amerikanischen Verhandlungen über einen Waffenstillstand in Syrien geführt, hob der Metropolit hervor.

Verfolgung der Christen im Nahen Osten gemeinsam bekämpfen
Das Moskauer Patriarchat habe während der vergangenen Monate immer wieder auf die Verfolgung der Christen in der nahöstlichen Region verwiesen und gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung des Terrorismus gefordert. In diesem Zusammenhang nannte Metropolit Hilarion auch die Pastoralreisen von Kyrill I. nach London und Paris, in deren Rahmen es Treffen mit Spitzenrepräsentanten der Regierungen gegeben habe sowie die Solidaritätserklärung des 5. Europäischen Katholisch-Orthodoxen Forums in Paris für die leidenden Christen im Nahen Osten und in anderen Gebieten.

Botschaft von Papst und Patriarch hören und Blutvergießen in der Ukraine beenden
Der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Botschaft von Papst und Patriarch zur Einstellung des Blutvergießens in der Ukraine endlich auch von allen gehört und der Friede in einem Land, in dem Orthodoxe und Katholiken Seite an Seite leben, wiederhergestellt wird. Dieser Appell sei besonders dringlich, da in jüngster Zeit die Spannungen in der Ostukraine wieder zugenommen hätten, was auch zu Opfern unter der Zivilbevölkerung geführt habe. Sowohl Papst Franziskus als auch Patriarch Kyrill hätten in ihren Grußbotschaften zum 25. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine im August die Regierenden des Landes ersucht, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um eine friedliche Lösung für den Konflikt zu finden. Der einzige Weg, um die Konfrontation in der Ukraine zu überwinden, sei die Implementierung der Vereinbarungen von Minsk. Leider müsse man mitansehen, wie das Gegenteil geschehe, so Metropolit Hilarion. Wörtlich sagte der Metropolit weiter: Es ist unmöglich, den Frieden herzustellen, wenn orthodoxe und griechisch-katholische Christen nicht ihre Anstrengungen vereinen, um die historische Feindschaft zu überwinden.

Wieder Kritik an den Unierten
In diesem Zusammenhang kam Metropolit Hilarion allgemein auf die Unierten-Frage zu sprechen. Die Feststellung in der gemeinsamen Erklärung von Havanna, dass die Unionen kein Weg zur Wiederherstellung der Einheit der Kirchen sind, sei eine wichtige Voraussetzung für die Wiedergewinnung des Vertrauens von Seiten der orthodoxen Christen gewesen. Die gemeinsame Erklärung habe damit aber nur die Feststellungen des 1993 in Balamand verabschiedeten Dokuments der römisch-katholisch-orthodoxen Dialogkommission bestätigt. Trotzdem habe die Begegnung zwischen Papst und Patriarch und die Feststellungen über die Ukraine und die Unierten-Frage in der gemeinsamen Erklärung große Irritationen in der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche ausgelöst: So habe der griechisch-katholische Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk gesagt, seine Kirche habe mehr als eine Erklärung dieser Art überlebt, sie werde auch diese überleben.

Trotz aller hochrangigen Übereinkünfte werde von Seiten der Unierten Feindschaft und Hass gesät, auf dem Weg der Versöhnung zwischen Ost und West würden Hindernisse aufgebaut, bedauerte der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats. Daher müsse die begonnene, aber im Rahmen des theologischen Dialogs zwischen römisch-katholischer und orthodoxer Kirche nicht abgeschlossene Diskussion über die Unierten-Frage weitergeführt werden. Orthodoxe und Katholiken müssten erkennen, dass die althergebrachte Haltung auf der Basis von Rivalität und Seelenfang angesichts der Herausforderungen für die Kirchen brüderlicher Zusammenarbeit Platz machen müsse. Denn unter dem Vorwand der Förderung von Toleranz, Demokratie und liberalen Werten seien das Christentum und die traditionellen moralischen Werte einer tatsächlichen Verfolgung ausgesetzt. Metropolit Hilarion nannte u.a. ausdrücklich den Trend, andere Formen des Zusammenlebens auf dieselbe Ebene wie die traditionelle Familie zu stellen, sowie das schreckliche Problem der Abtreibung. In Russland sei 1920, bald nach der antireligiösen Revolution, die Abtreibung erstmals legalisiert worden; heute werde pro Jahr in der Russischen Föderation rund einer Million ungeborener Kinder das Leben genommen. Um dieser inakzeptablen Praxis ein Ende zu bereiten, reichten gesetzliche Verbote aber nicht aus, vielmehr müsse in den Herzen der Menschen die Idee zurückgewiesen werden, dass es möglich sei, ein ungeborenes Kind zu töten.

Sich gegenseitig nicht als Konkurrenten sondern als Geschwister sehen
Im Hinblick auf die praktische Zusammenarbeit zwischen römisch-katholischer und russisch-orthodoxer Kirche hob Metropolit Hilarion u.a. die Wallfahrten von Katholiken und Orthodoxen in das jeweils andere Kirchengebiet und den Studentenaustausch im theologischen Bereich hervor. Diese regelmäßigen Kontakte würden den Gläubigen beider Kirchen helfen, einander nicht als Konkurrenten, sondern als Geschwister zu sehen und zu lernen, miteinander in Frieden, Liebe und Harmonie zu leben. Das sei der einzige Weg, damit Orthodoxe und Katholiken bei der Verkündigung der guten Nachricht der Erlösung brüderlich zusammenarbeiten können. Die gemeinsame Erklärung von Papst und Patriarch sei nicht nur ein Zeichen des Fortschritts in den Beziehungen zwischen den beiden Kirchen gewesen, sondern sie habe auch was noch viel wichtiger sei – den Weg für die weitere Entwicklung dieser Beziehungen aufgezeigt.

Copyright Christian B. Schäffler (CBS KULTUR INFO) 2017. Mit News-Input der Stiftung Pro Oriente (poi), Wien.

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▶ Norwegen: Vereinigung adventistischer Gesundheitsfachleute gegründet

http://www.apd.info/2017/02/14/norwegen-vereinigung-adventistischer-gesundheitsfachleute-gegruendet/

Tue, 14 Feb 2017 16:35:14 +0000

http://www.apd.info/?p=8018

Royse/Norwegen, 14.02.2017/APD Junge Erwachsene haben auf einer Tagung von 150 Gesundheitsfachleuten und Pastoren am 5. Februar in Oslo/Norwegen die Vereinigung adventistischer Gesundheitsfachleute in Norwegen gegründet (Syvendedags Adventistenes Helsearbeiderforening, SAHA). Laut einem Bericht der Kommunikationsabteilung der Adventisten in Norwegen soll damit die Zusammenarbeit von Gesundheitsfachleuten und Pastoren gefördert werden, um den Bedürfnissen der Menschen in den jeweiligen Gemeinwesen besser entsprechen zu können.

Demnach gehe es den Ärzten, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern, dem Pflegepersonal und den Pastoren darum, mit höchsten ethischen Standards Behandlungen und Gesundheitswissen weiterzugeben sowie den Menschen und deren Bedürfnissen zu dienen. Als Jesu Nachfolger gehe es schlicht darum, den Menschen und ihren gesundheitlichen Bedürfnissen zu dienen, ohne anderweitige versteckte Motive.

Es ist wichtig, dass wir uns nicht unlauter verhalten, wenn wir bedürftigen Menschen Maßnahmen im Gesundheitsbereich anbieten, sagte Dr. Peter Landless, Direktor der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung, Silver Spring, Maryland/USA. Adventistisches medizinisches Personal solle ohne weitere Bedingungen dienen, so Landless. Was wir machen, tun wir, weil es das Richtige ist und Jesus es uns geboten hat.

Ich bin wirklich dankbar für die Hingabe des hochqualifizierten medizinischen Fachpersonals unserer Kirche, sagte Pastor Reidar Kvinge, Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Norwegen. Die neu gegründete Vereinigung werde helfen, den Menschen in den jeweiligen Gemeinwesen wirksamer zu dienen.

Adventisten in Norwegen
In Norwegen (5,2 Millionen Einwohner) feiern 4.556 Adventisten in 62 Kirchgemeinden jeweils samstags den Gottesdienst. Die Adventisten in Norwegen unterhalten ein Gymnasium, ein Gesundheits- und Rehabilitationszentrum, ein Altersheim, einen Verlag sowie ein Radiostudio. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Norwegen hat laut Jahresbericht 2014 rund 3,8 Millionen Euro für Projekte und Betrieb aufgewendet.

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▶ Seit 490 Jahren wieder eine internationale Täuferkonferenz in Augsburg

http://www.apd.info/2017/02/13/seit-490-jahren-wieder-eine-internationale-taeuferkonferenz-in-augsburg/

Mon, 13 Feb 2017 15:46:45 +0000

http://www.apd.info/?p=8015

Dekade Renewal 2027 der Erinnerung und Erneuerung eröffnet

Augsburg, 13.02.2017/APD Die Stadt Augsburg war in den Jahren der Reformation ab 1526 auch Zentrum der Täuferbewegung und damit ein Entstehungsort der heutigen Freikirchen. Im August 1527 trafen sich in der Fuggerstadt führende Vertreter der Täufer aus Süddeutschland, der Schweiz und Österreich. Sie tagten an wechselnden Orten, um der Verfolgung durch den Stadtrat zu entgehen. Die meisten Teilnehmer wurden jedoch auf der Heimreise gefangengenommen und hingerichtet. Dadurch erhielt das Treffen die Bezeichnung Märtyrersynode. Später vertrieb die Obrigkeit alle Täufer aus der Stadt. Die am 12. Februar in Augsburg eröffnete Dekade Renewal 2027 (Erneuerung 2027) ist eine auf zehn Jahre angelegte Veranstaltungsreihe der Mennonitischen Weltkonferenz (MWK). Sie will an die Anfänge der Täuferbewegung vor 500 Jahren erinnern und zugleich die weltweite Geschwisterschaft der heutigen täuferisch-mennonitischen Gemeinden betonen.

Mennoniten damals und heute
Die großen Umwälzungen innerhalb der Kirche während des 16. Jahrhunderts brachten nicht nur die lutherische und reformierte Tradition hervor, sondern auch die wesentlich kleinere Täuferbewegung, erläuterte Alfred Neufeld, Vorsitzender der Kommission für Glauben und Leben der MWK und Leiter des Planungskomitees Renewal 2027. Die Täufer waren nicht mehr römisch-katholisch, aber auch nicht ganz einverstanden mit den typischen Schwerpunkten der Reformatoren. Stattdessen teilten sie Aspekte beider Traditionen. Von Anfang an hätten sie aber auch zusätzliche Aspekte des christlichen Glaubens betont, die sie als tief in der Bibel verwurzelt sahen. Neufeld nannte die persönliche Verpflichtung zur Nachfolge Jesu, die Taufe von Erwachsenen auf das freie Bekenntnis des Glaubens, ein gemeinschaftlicher Ansatz in der Lektüre und Auslegung der Heiligen Schrift, eine Verpflichtung zur Versöhnung und Feindesliebe sowie die Ablehnung der Staatskirche.

Seit jener Zeit hätten sich die anstehenden Fragen und Begleiterscheinungen verändert. Deshalb stellten sich laut Neufeld verschiedene Fragen: Was bleibt? Was sollte überdacht und neu formuliert werden? Wo gibt es Lücken in der Theologie und im Handeln der Mennoniten? Wo ist die Tradition starr geworden? Wo haben sich Angewohnheiten eines falsch verstandenen Rückzugs aus der Welt eingeschlichen oder gar ein Hang zum Narzissmus? Diese Themen sollten in den kommenden zehn Jahren in weltweiter Gemeinschaft diskutiert und bearbeitet werden.

Dekade beginnt mit der Bibel
Zum Auftakt der Dekade befasste sich Renewal 2027 mit dem Thema Verändert durch das Wort: Die Bibel lesen aus täuferischen Perspektiven. Zu der öffentlichen Veranstaltung kamen am 12. Februar etwa 200 Teilnehmer in das Augsburger katholische Tagungshotel Haus Sankt Ulrich. Darunter waren rund 80 ausländische Vertreter der Mennonitischen Weltkonferenz. 500 Jahre nachdem Martin Luther mit seinem Aufruf sola scriptura (allein die Schrift) die Reformation angestoßen hat, wollte auch die MWK sich auf die Suche danach machen, wie Täufer und Mennoniten in der ganzen Welt sich in der Vergangenheit mit der Bibel beschäftigt haben und wie die Bibel ihre Bedeutung bis heute behalten hat, so Dr. Alfred Neufeld, der auch der Präsident der Protestantischen Universität Paraguays in Asunción und Dekan der dortigen Theologischen Fakultät ist.

Die Täufer deuteten die Bibel vielfältig und unterschiedlich
Hanspeter Jecker, Schweiz, Mitglied der MWK-Kommission für Glaube und Leben, und Astrid von Schlachta aus Deutschland vom Mennonitischen Geschichtsverein befassten sich mit den vielfältigen Deutungen der Heiligen Schrift unter den damaligen Täufern. Diese wollten als mündige Christen die Bibel lesen. Für sie schien es selbstverständlich, dass gerade einfache Leute durch das Wort Gottes angesprochen wurden, während kirchliche Würdenträger kein Interesse an der Bibel zu haben schienen. Es habe allerdings auch Täufer gegeben, die das Wort zum Schwert machen wollten. Im Frühjahr 1528 erwarteten sie die Wiederkunft Jesu in Erfurt. Sie meinten aus den prophetischen Büchern Daniel und Offenbarung der Bibel zu erkennen, dass die Endzeit unmittelbar bevorstehe. Sie seien bereit gewesen zur Errichtung des von ihnen erwarteten Reiches Christi der Gerechtigkeit auch zu den Waffen zu greifen. Die späteren Täufer hätten ihre Mühe gehabt sich von diesen Vorstellungen zu befreien. Die Täufer wollten auch mit alten Gewohnheiten brechen. Die neuen Erkenntnisse gewannen sie gemeinsam. Da alle zum Verständnis der Bibel beitragen konnten, kam es immer wieder zu Spaltungen, sodass die Einheit der Christen aus dem Blick geraten sei.

Es habe auch das Bestreben gegeben, Christus nachzufolgen indem man die Verfolger segne. Da damals viele Menschen Analphabeten waren, wurde die Predigt zur Belehrung wichtig und die Bibel trat in den Hintergrund, da man sie nicht lesen konnte. Das habe im Extremfall dazu geführt, dass die Bibel von manchen sogar, nach dem Motto der Buchstabe tötet, Gottes Geist macht lebendig, buchstäblich verbrannt worden sei. Die Täufer bemühten sich allerdings nicht nur zu lehren, sondern die Lehre auch mit dem Leben in Übereinstimmung zu bringen. Ein Teil der Täufer war davon überzeugt, dass die Bibel die Gütergemeinschaft der Christen lehre. Bibeltexte, die etwas anderes aussagten, hätte sie so lange interpretiert, bis sie zu ihrem Weltbild zu passen schienen. Dass die menschliche Erkenntnis Stückwerk sei, so ein Bibelwort, habe andererseits zur Behauptung geführt, dass es bei dem bleiben solle, was einmal als richtig erkannt worden sei. Man solle sich hüten etwas Neues einzuführen.

Aber gerade weil kein Mensch alles weiß, gelte es nach wie vor die Bibel gemeinsam zu lesen, um sich gegenseitig auch korrigieren zu lassen, so Hanspeter Jecker und Astrid von Schlachta als Schlussfolgerung hinsichtlich der vielfältigen Deutung der Heiligen Schrift in der Vergangenheit der Täufer. Das wurde während der Tagung auch praktiziert, indem die Teilnehmer in kleinen Gruppen einen Bibeltext aus der Apostelgeschichte lasen und gemeinsam auslegten.

Junge Generation zur Mission und Zukunft ihrer Gemeinschaften
Der Präsident des Mennonitischen Weltkomitees, Nelson Kraybill, USA, stellte junge Erwachsene aus den Philippinen, Simbabwe, Paraguay, den Niederlanden und den USA vor, die in ihren täuferischen Gemeinschaften Verantwortung übernommen haben und als nachrückende Generation berichteten, was es für sie in ihren Ländern bedeute heute dem Missionsauftrag der Bibel nachzukommen und den Menschen von Jesus zu erzählen. In einer zweiten Runde sprachen andere junge Männer und Frauen aus Äthiopien, Guatemala, den USA, Spanien und den Philippinen darüber, vor welchen Herausforderungen ihre Gemeinden gegenwärtig stünden und wie ein Blick in die Zukunft aussehen könnte.

Die Bibel auch mit Christen anderer Konfessionen lesen
Dass man auch mit Christen anderer Konfessionen die Bibel lesen kann, wurde durch die eingeladenen Gäste anschaulich. Luis Augusto Castro Quiroga, Erzbischof von Tunja und Vorsitzender der römisch-katholischen Kolumbianischen Bischofskonferenz, sprach den Friedensprozess zwischen der Regierung und den Rebellengruppen FARC und ELN in seinem Land an. Die katholische Kirche begleite den Prozess. Castro würdigte ausdrücklich die Unterstützung durch den US-amerikanischen Friedensforscher und Professor für International Peacebuilding an der University of Notre Dame, Indiana, John Paul Lederach. Er ist Mennonit, der die Bischofskonferenz berate. Die Guerilla muss lernen, für ihre Taten um Entschuldigung zu bitten und sich im Rahmen der Übergangsjustiz für sie verantworten, sagte der Erzbischof. Das fordere die Gerechtigkeit. Doch es gehe neben dem äußeren Frieden auch um den inneren Frieden. Dieser sei jedoch nach der Bibel nur durch Barmherzigkeit und Vergebung möglich.

Pastor Bernd Densky, Baptist und Freikirchlicher Referent der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), betonte, dass die Baptisten sich als Bibelbewegung verstünden. Die Heilige Schrift sei für sie oberste Instanz für Glauben und Handeln. Der Heilige Geist helfe bei der Bibelauslegung zum Verständnis der Schrift. Um voneinander zu lernen und sich gegebenenfalls auch zu korrigieren wäre ein gemeinsames Lesen der Bibel notwendig. Es gelte aber auch, das was man als wegweisend erkannt habe, anderen mitzuteilen.

Heinrich Klassen, Vorsitzender des Bundes Taufgesinnter Gemeinden in Deutschland, wies darauf hin, dass in der ehemaligen Sowjetunion die Bibel ein kostbares Gut gewesen sei. Nur wenige hätten damals eine vollständige Bibel besessen. Umso mehr würde jetzt nach der Übersiedelung nach Deutschland die Bibel im Gottesdienst ausgelegt und in Gruppen studiert. Dabei gehe es auch um die Frage, welchen Auftrag die Gemeindemitglieder in der Bundesrepublik für die Gesellschaft hätten.

Friederike Nuessel, Professorin für Systematische Theologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Mitglied der Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), verwies auf Martin Luther, der durch das Studium der Briefe des Apostels Paulus Antwort auf seine Fragen fand: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Wie werde ich vor Gott gerecht? Das Lesen der Bibel habe aus ihm einen neuen Menschen gemacht. Die Theologin erinnerte auch an die Verfolgung der Täufer durch die Lutheraner. Während der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) 2010 in Stuttgart hätten sich in einem Bußgottesdienst der LWB und die Mennonitische Weltkonferenz versöhnt. Vorausgegangen sei ein einstimmig gefasstes Schuldbekenntnis der Vollversammlung des LWB gegenüber den Täufern.

Jedes Jahr ein neues Thema
Neben der Eröffnung der Dekade fand in Augsburg auch die jährliche Tagung des Exekutivkomitees der Mennonitischen Weltkonferenz statt. 2018 liegt die Betonung von Renewal 2027 auf dem Heiligen Geist. Im April 2018 ist eine entsprechende Veranstaltung im Rahmen des Exekutivkomitee-Treffens in Kisumu/Kenia geplant. Weitere thematische Schritte sollen parallel zu den regulären MWK-Treffen in Lateinamerika 2019, Nordamerika 2020, und Indonesien 2021 geschehen.

Zwar soll es 2025 in Europa eine besondere Feier zum Gedenken an den 500. Jahrestag der ersten Bekenntnistaufen geben. Doch das Planungskomitee habe laut Alfred Neufeld bewusst das Jahr 2027 als Höhepunkt der Erinnerungsdekade gewählt. 2027 markiere zum einen den 500. Jahrestag des Schleitheimer Bekenntnisses vom Januar 1527, das der frühen Täuferbewegung Struktur gegeben habe, zum anderen der Märtyrersynode in Augsburg, wo sich führende Täufer trafen, um eine Missionsstrategie zu beraten. Die meisten von ihnen wurden bald danach hingerichtet. Den Schlussakkord und Höhepunkt von Renewal 2027 setzt dann im selben Jahr die 18. MWK-Weltversammlung, informierte Neufeld.

Trilaterale Dialoggruppe zum Thema Taufe
In Augsburg tagte auch die trilaterale Dialoggruppe mit Vertretern des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, des Lutherischen Weltbundes und der Mennonitischen Weltkonferenz zur abschließenden Sitzung zum Thema Taufe. Erzbischof Castro und Professorin Nuessel gehören der Gesprächsgruppe an.

Mennoniten weltweit
Zu den Mitgliedern der MWK gehören 102 Mitgliedskirchen von Mennoniten- und Brethren-in-Christ-Gemeinden in 57 Ländern mit 1,4 Millionen getauften Gläubigen. Etwa zwei Drittel der getauften Mitglieder leben in Afrika, Asien oder Lateinamerika, ein Drittel in Europa und Nordamerika. Nach einer Statistik der MWK aus dem Jahr 2015 gibt es weltweit insgesamt über 2,1 Millionen Christen täuferischer Tradition (in Deutschland 47.202, in der Schweiz 2.350 und in Österreich 369). Etliche dieser Kirchen, besonders auch die Amish-Gemeinschaften in den USA, haben sich laut Neufeld nicht der MWK angeschlossen.

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